Chemismus/Inhaltsstoffe

Chemismus/Inhaltsstoffe

Chemismus

Die Art der chemischen Bindung eines Steines wirkt sich auf das soziale Verhalten  seines Trägers aus.
Wie verbindet er sich mit seiner Umwelt, wie handelt er...

Die Mineralklassen

Es gibt VIII Mineralklassen, in welche man die Minerale einteilt. Diese Klassen kann man sich wie Familien vorstellen. Diese Familien werden von Nichtmetallen gebildet. Aus Schwefel als Sulfid oder Sulfat, aus Fluor, Chlor, Brom oder Jod als Halogenide, aus Sauerstoff als Oxid, aus Kohlenstoff als Carbonat, aus Phosphor als Phosphat, aus Kieselsäure als Silikat. Diese Familien führen bestimmte Tätigkeiten aus, durch die sie sich charakterisieren.

I Natürliche Elemente (bestehen nur aus einem Element)
Heilsteine aus dieser Klasse fördern das eigene, inere Wesen oder helfen, es zu entdecken. Gegensätze und Widersprüche werden vereint. Kompliziertes wird einfach.
Diamant, Graphit, Schwefel, gediegene Metalle

II Sulfide (Schwefelabkömmlimge)
Sulfide sind Spiegel des Verborgenen. Sie helfen, alles aufzudecken, was wir gern zurückhalten und verschweigen. Unklarheiten können beseitigt werden. Steine dieser Klasse können zu mehr Bewußtheit führen.
Antimonit, Boji´s, Chalkopyrit, Pyrit, Schalenblende, Covellin, Markasit

III Halogenide (Abkömmlinge der Fluß- und Salzsäure)
Die Halogenide bilden transparente Kristalle, entsprechend helfen sie auch klar zu sehen und Zusammenhänge zu durchdringen. Die Abkömmlinge der Flusssäure und der Salzsäure befreien von Ballast, indem sie auf der mentalen und geistigen Ebene eingefahrene Muster und Verhaftungen auflösen. Wenn man sich von den Verhaltens – und Denkweisen gelöst hat, geht alles im Leben sehr viel leichter und schneller.
Fluorit, Halit

IV Oxide O
Aus Sauerstoff besteht 50% der Erdkruste. Die Erdkruste ist das, was uns als Fußgänger Sicherheit bietet. Sauerstoffabkömmlinge führen über kleine oder größere Veränderungen hinweg zu Sicherheit und Stabilität nach dem Motto: In Bewegung kommen, um hinterher wieder Ruhe zu haben. Und weil das so gut funktioniert verhelfen sie zu mehr Lebenskraft, Selbstvertrauen und Gewissheit und erlauben mehr Genuss im Leben.
Hämatit, Magnetit, Obsidian, Opal, Rubin, Saphir, alle Quarze, Chrysoberyll, Opale, Obsidiane

V Carbonate CO3
Anders dagegen die Kohlensäure, die wie die tägliche Erfahrung lehrt, ziemlich flüchtig ist. Sie will sich nicht so gern verbinden und läßt sich auch von Metallen nicht gut halten. Die Abkömmlinge der Kohlensäure sind für alle Aufbauprozesse zuständig. Sie regulieren die Entwicklung, wenn sie zu schnell verläuft oder ins Stocken gerät. Sie stärken alle eigenen Impulse (für Steuerung, Wachstum, Warnsignale), so daß diese schneller wahrgenommen werden können und wieder selbst die Kontrolle über sich und seinen Werdegang übernehmen kann.
Aragonit, Azurit, Calcit, Dolomit, Koralle, Magnesit, Malachit, Perle, Rhodochrosit, Strontianit

VI Sulfate SO4
Die Abkömmlinge der Schwefelsäure bringen einen auf den Boden und auf den Punkt. Sie hemmen was zu schnell und unkontrolliert geht, fixieren den gegenwärtigen Zustand und geben Beständigkeit. Etwas Vorsicht ist im Gebrauch geboten, da sie schon rabiate Bremser sind, weswegen sie als Heilsteine auch nie sonderlich populär wurden. Sie sind die Sicherungen und Isolatoren, die vor dem Durchbrennen schützen, wenn es hart auf hart kommt. Sie helfen aber auch Widerwärtigkeiten zu ertragen und seine Grenzen zu akzeptieren.
Anhydrit (Angelit), Baryt, Coelestin, Gips, Selenit

VII Phosphate PO4
Sie sind die Notversorgung im energetischen Gleichgewichtssystem, die Schwächen ausgleichen können und einiges an inneren Reserven freisetzen können. Die Abkömmlinge der Phosphorsäure puffern auch das Säure / Base Gleichgewicht, was die Stimmungen harmonisiert, wach und aktiv macht. Phosphate fördern körperlich als auch seelisch das Wachstum.
Apatit, Türkis, Variszit

VIII Silikate SinOm
Die Kieselsäure kann sich auf die unterschiedlichste Art verbinden. Je nach dem Muster und der Anordnung kommt eine andere Wirkung zustande, die wir wie folgt unterscheiden.

Inselsilikate H4SiO4
Inselsilikate bestehen aus Kristallgittern mit einzelnen Molekülen, sozusagen Einzelkämpfern. So stärken sie den Wunsch nach Eigenständigkeit und Selbsterhaltung und helfen sich das Leben nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten.
Chiastolith, Disthen, Dumortierit, Granat, Peridot, Topas, Zirkon

Gruppensilikate SinO3n+1
Sie bestehen aus Kristallgittern mit paarweise oder in kleinen Grüppchen angeordneten Silikat – Tetraedern. Es geht um die Rückverbindung mit der ursprünglichen Idee, die einen auf den Weg gebracht hat, so können sie Neuanfänge unterstützen, aber auch die Regeneration nach schweren Krankheiten verbessern.
Epidot, Prehnit, Vesuvian , Zoisit, Thulit, Tansanit

Insel und Gruppensilikat gleichzeitig: Tansanit, Thulit, Zoisit

Ringsilikate SinO3n
Moleküle haben sich zu Ringen angeordnet. Geordnet mehr oder weniger, darauf kommt es gerade an: Liegen die Ringe röhrenartig hintereinander, sind sie hervorragende Energieleiter - und lenker und geben Kraft. Sie wirken auf alle vitalen Prozesse beschleunigend und ableitend auf Energieüberschüsse.
Säulenartig: Aquamarin, Berylle, Cordierit, Dioptas, Eudialith, Smaragd, Turmaline
Liegen die Ringe verschoben absorbieren sie Überschüsse und Hitzeerscheinungen.
Schwammartig: Chrysokoll, Sugilith

Kettensilikate SinO3n
Kettensilikate haben ihre Moleküle in Reih und Glied angeordnet. Sie sind stets zielstrebig und optimistisch, alle Entwicklungen laufen zügig, von Krankheiten erholt man sich schneller, der Energiefluß wird angeregt und Blockaden werden beseitigt. Sie helfen Kontakte zu knüpfen und Verbindungen zwischen verschiedenen Bereichen herzustellen, so stärken sie z.B. das Gedächtnis oder helfen zu verzeihen. Sie schenken körperliche und geistige Flexibilität.
Diopsid, Jade, Kunzit, Larimar, Rhodonit

Schichtsilikate SinO2n+2
Hier liegen die Moleküle schichtweise in Ebenen angeordnet vor, das bewirkt eine gute energetische Leitfähigkeit innerhalb des eigenen Organismus, so daß man mit sich selbst so recht gut zurecht kommt, und auf der anderen Seite Schutz und Abschirmung von außen. Sie helfen, sich keinen Streß machen zu lassen, indem sie fremde Energie einfach abgleiten lassen. Sehr empfehlenswert, wenn man sich einmal eine Pause verdient hat.
Apophyllith, Charoit, Lepidolith, Serpentin

Gerüstsilikate
Gerüstsilikate haben ein dreidimensionales Molekülgerüst, das Energie einerseits zurückwerfen und andererseits auch schlucken kann. So wird selektiert und gefiltert, was man hereinläßt und was nicht. Sie helfen eine eigene Wirklichkeit aufzubauen und stärken in manchen Bereichen die Wahrnehmung. Gerüstsilikate sind so eigen, daß keine chemische Summenformel aufstellbar ist. Die geordneten Gerüstsilikate wirken auf das Bewußtsein, im Falle Sonnenstein auf das Selbstbewusstsein.
Geordnet: Labradorit, Mondstein, Sonnenstein, Orthoklas
Die ungeordneten opaken (undurchsichtigen) Steine wirken kühlend, absorbierend und ernüchternd.
Ungeordnet: Amazonit, Lapislazuli, Sodalith

 

Sucht man für sich selbst oder für andere Menschen Steine aus, so kann man schauen, was er tun müßte, um sein Problem zu lösen. Diese Frage richtet sich nach den Mineralklassen. Welche Initiative fehlt ihm, bzw. muss von einem Stein unterstützt werden?
Zusammengefasst sieht die Situation so aus:

Die Natürlichen Elemente stellen den Bezug zum eigenen Wesen her, indem sie vereinfachen, die Sulfide zeigen die Schwachstellen auf, welche die Halogenide dann auflösen können. Die Oxide wandeln was instabil ist um, eine gute Basis für die Carbonate, um stetige Entwicklungen aufzubauen. Die Phosphate spenden bei Bedarf Energie und schaffen Ausgleich, bis die Situation so gut ist, dass sie beibehalten werden kann und zur Überprüfung durch die Sulfate freigegeben ist. Die Silikate sind die Kreativen, die stets etwas Neues probieren und sich auf die unterschiedlichste Art und Weise verbinden: Inselsilikate sind die Einzelgänger, Gruppensilikate bilden die Regenerationssteine, Ringsilikate sind die Energieleiter, bzw. die Energieschlucker, die Kettensilikate sind die Kontaktfreudigen, Schichtsilikate.

Quellen: Gienger, v. Holst u. a.